30 Jahre Mauerfall – an der Realschule Marktoberdorf

Da staunten so mancher Schüler und so mancher Lehrer nicht schlecht, als er am Montag, den 11.11.2019 zur Schule kam. Die Tür war versperrt. Der Haupteingang OST mit einem Banner „Durchgang verboten“ komplett zugeklebt. Was war da los?

Der Untertitel auf dem Riesenplakat brachte die Erleuchtung. „Eingang WEST benutzen“ stand da zu lesen und „Mauerfall  9:11 Uhr“. Spätestens jetzt war klar, hier handelte es sich um eine Aktion rund um den Mauerfall vor 30 Jahren. Ähnlich wie für viele Ostberliner damals gab es an der Mauer kein Durchkommen mehr und alle Schulbeteiligten mussten zum Hintereingang an der Westseite, um ins Gebäude zu gelangen.

Analog zum 9.11.1989, an dem diese unsägliche Trennmeile fiel, öffneten die SchülerInnen der Klasse 6c um 9:11 Uhr mit Skalpellen und bloßen Händen die „Marktoberdorfer Mauer“. Der Weg war wieder frei. Ein gutes Gefühl.

Parallel dazu war für drei Wochen in den großen Pausenhoffenstern die „Mauerausstellung“ der AG Kunst/Schulhausgestaltung zu sehen.

Hunderte von selbstgemachten Papiersteinen wurden hierfür zu einer Mauer zusammengefügt und thematisch passend bemalt, besprayt und beklebt. Der aufmerksame Betrachter erhielt hier nähere Informationen über die Teilung Deutschlands und Berlins, über die Länge der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze, über die vielen Mauertoten und zerstörter Ortschaften entlang des Eisernen Vorhangs und über den Wunsch vieler Deutscher nach Freiheit und Demokratie.

Allen hieran beteiligten SchülerInnen und Klassen ein herzliches Dankeschön!

Sabine K. Niebler