„Acht Finger sind zwei zu wenig!“

Herr Keuchel von der Bundespolizei war einen Tag lang zu Besuch an unserer Schule und hatte allen Schülerinnen und Schüler der 8. und 10. Klassen Interessantes, Wichtiges und Erstaunliches rund um das Thema Pyrotechnik zu erzählen. Zu Gast war auch die Klasse 8m der Mittelschule Marktoberdorf.

Wusstet ihr, dass …

  • letztes Jahr 137 000 000 Euro für Silvester-Feuerwerkskörper nur in Deutschland ausgegeben wurden?
  • beim Zünden eines Feuerwerks im Umkreis von 8 Metern niemand stehen darf?
  • Jugendliche unter 18 Jahren in Deutschland keine Silvester-Feuerwerkskörper kaufen und auch nicht zünden – selbst im Beisein eines Erwachsenen – dürfen?
  • man sich strafbar macht, wenn man Feuerwerksartikel aus anderen Ländern kauft bzw. importiert?
  • im Ausland hergestellte Pyrotechnik meist minderwertige Qualität besitzt und daher lebensgefährlich sein kann?

Auch wenn dies in der Praxis oft anders genhandhabt wird, hat Herr Keuchel mit eindrucksvollen Bildern und Anschauungsmaterial die möglichen Gefahren und Problematiken im Umgang mit Sprengmitteln aufgezeigt sowie auf die rechtlichen Folgen (von Geld- bis hin zu Freiheitsstrafen) hingewiesen.

Gerade der Import von Feuerwerkskörpern aus benachbarten Ländern stellt eine besondere Gefahr dar. Auf das EU-weite Prüfzeichen CE kann man sich nicht verlassen, da es in den einzelnen EU-Ländern unterschiedliche Bedeutung hat bzw. unterschiedlichen Auflagen unterliegt.

Insbesondere lernten die Schülerinnen und Schüler, dass es im Umgang mit Pyrotechnik auch immer um die eigene Gesundheit und die unserer Mitmenschen geht. Eins wurde auf jeden klar:
„Keine Pyrotechnik aus dem Ausland – es geht um unser Leben und unsere Gesundheit!“

Vielen Dank an Herrn Keuchel für sein Engagement!

Dr. Thomas Hafner