Bau eines Stirlingmotors

 Viermal Zusatzschicht schieben und das noch bis 16:00 Uhr. Klingt erst mal nicht angenehm. Dass das nicht so war, ist der Firma Fendt und dem Ausbildungsleiter Herrn Mößmer zu verdanken. 

An jeweils vier Nachmittagen durften zwei Gruppen mit 8 Schülern die Lehrwerkstätte der Firma Fendt besuchen. Das Projekt lautete: „Bau eines Stirlingmotors. Nachdem jeder Schüler mit Sicherheitsschuhen ausgestattet worden ist, waren erstmal Sicherheits- und Arbeitsplatzeinweisungen nötig.

Anfangs wurde die Halterung für den Motor fertig gestellt. Da hieß es: feilen, kontrollieren, wieder feilen, wieder kontrollieren. Bis alles passte, dauerte es schon eine Weile. Der Halterung fehlten noch Löcher für die Schrauben. Bevor wir jedoch die Bohrmaschine benutzen durften, war eine weitere Einweisung fällig: Lange Haare müssen zusammengebunden werden, die Pullis dürfen keine Bändel haben, das Werkstück muss fest eingespannt sein, usw… Vieles gab es zu beachten.

Nach dem Bohren der Löcher konnte die Halterung verschraubt werden, die Kurbelwelle zusammenbaut und Kugellager und Achse fürs Schwungrad montiert werden. Arbeits- und Verdrängerkolben mussten mit den Pleuelstangen und der Kurbelwelle verschraubt werden und in den Zylinder eingebaut werden. Am Schluss kam das Ganze auf ein Brett und wurde mit einem Spiritusbrenner befeuert.

Der erste Test hat nicht sofort bei jedem auf Anhieb funktioniert. Die ein oder andere Schraube musste nochmal aufgemacht werden, Teile auseinander und wieder neu zusammengesetzt werden.

Zum Abschluss gab es eine Betriebsführung. Anschließend wurde am Motor nochmals letzte Hand angelegt. Zur Freude aller Schüler haben alle Motoren am Ende gut funktioniert und die Schüler konnten den Motor mit nach Hause nehmen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Mößmer, allen Auszubildenden, die uns geholfen haben und der Firma Fendt für die freundliche Aufnahme und die äußerst interessanten und kurzweiligen Nachmittage.

Stephan Müller