Eine Schule bleibt in Bewegung

Schalloptimierte Klassenzimmer eröffnen der Realschule Marktoberdorf weitere Möglichkeiten zugunsten der  Inklusion

Stühle und Tische werden verschoben, Plakate ab- und wieder neu aufgehängt, Sitzpläne angepasst. Innerhalb einer Unterrichtsstunde tauschen zwei Klassen der Realschule in der vergangenen Woche die Klassenzimmer, einige Minuten später ist wieder Ruhe auf dem Gang und vor allem in einem der beiden Räume. Dieser entspricht seit dem laufenden Schuljahr dem neusten Stand über Schall und Akustik.

Bereits im vergangenen Schuljahr beschäftigte sich die Realschule Marktoberdorf damit, wie sie Schüler mit Förderbedarf neben individueller Intensivierung in einzelnen Fächern und speziellen pädagogischen Maßnahmen im Unterricht noch besser unterstützen kann. Um Nebengeräusche, die die Konzentration beeinträchtigen, zu mindern und damit das Lernen zu erleichtern, wurde die Akustik in den Klassenzimmern überprüft und im Sinne der Inklusion neu überdacht. Kurzfristig und unbürokratisch verlief die Bereitstellung finanzieller Mittel durch den Liegenschaftsträger des Landratsamtes Ostallgäu. So fand nach der Beantragung seitens der Realschule Marktoberdorf am Ende des Schuljahres eine Ortsbegehung statt und es wurde festgelegt, dass innerhalb der sechswöchigen Sommerferien zwei Räume schalloptimiert umgebaut werden. Der Unterschied ist deutlich hörbar und fördert dadurch sowohl das Unterrichtsklima als auch die Lernatmosphäre in der gesamten Klasse. Neben den neuen Deckenelementen wurde ein Klassenzimmer mit ergonomischen Stühlen und Tischen ausgestattet, welche sich geräuscharm bewegen lassen.  

Im Austausch mit den Inklusionsschülern und deren Eltern wurde die Realschule Marktoberdorf in ihrem Bestreben, Schülern eine bestmögliche räumliche  Lernumgebung zu schaffen,  nochmals bestärkt. Der Direktor der Realschule Marktoberdorf Herr Epp zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit mit dem mobilen sonderpädagogischen Dienst und dem Landratsamt Ostallgäu.