Gemeinsam gegen Gewalt

In der heutigen Zeit wird zunehmend vom Verlust der Werte- und Moralvorstellungen in der Gesellschaft gesprochen. Es wird behauptet, es gebe kaum mehr Zivilcourage in der Bevölkerung. Auch die neuen Medien mit ihrer vermeintlichen Anonymität spielen hierbei eine besondere Rolle.

Unabhängig davon, ob diese Aussagen den Tatsachen entsprechen oder nicht, die Staatliche Realschule Marktoberdorf hält es für immens wichtig, mit ihren Schülerinnen und Schülern über diese Themenbereiche zu sprechen. Deshalb nimmt die gesamte sechste Jahrgangsstufe an einem zweitägigen Anti-Gewalttraining unter dem Motto „PIT – Prävention im Team“ teil, das von der Schule in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizeidienststelle durchgeführt wird. Wir verstehen Prävention gegen Gewalt als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch nur „im Team“ gelingen kann.

In einem spielerischen Rahmen wird den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Gemeinschaft, Vertrauen und Zivilcourage vor Augen geführt. Außerdem wird der Begriff „Gewalt“ im Allgemeinen thematisiert sowie deren verschiedene Formen wie beispielsweise Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit oder Mobbing ins Bewusstsein gerufen. Ergänzend dazu erarbeiten die Kinder unter Anleitung Strategien, wie Gewalt verhindert oder unterbunden werden kann. Das ganze Spektrum möglicher Krisensituationen wird sowohl präventiv als auch situativ durch spielerische Übungen bearbeitet.

Als Produkt des gesamten Kurses entsteht eine von der Gruppe für die Gruppe erarbeitete „Verfassung“, die auf Plakaten festgehalten wird und einen Platz im Klassenzimmer findet.

Die Realschule Marktoberdorf bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich beim Leiter der Polizeiinspektion Marktoberdorf Herrn Maucher sowie Herrn Schorn (Polizeihauptmeister und Präventionsbeauftragter) und Frau Kiupel, die sich für die erfolgreiche Umsetzung des PIT-Gedanken an der Realschule Marktoberdorf jedes Schuljahr aufs Neue engagiert einsetzen.

Text und Bilder: Julian Riess und Dr. Thomas Hafner