Realschule Marktoberdorf mit neuer zukunftsweisender Ausstattung

Landkreis Ostallgäu investiert bei mehreren Bauprojekten knapp eine halbe Million Euro in die Realschule Marktoberdorf

Mit dem Einbau der neuen Schul- und Lehrküche wird die erste Phase der Sanierungen erfolgreich abgeschlossen. Rund 460.000 Euro hat der Landkreis als Sachaufwandsträger 2019 in zahlreiche Optimierungen und Sicherheitseinrichtungen an der Realschule Marktoberdorf investiert. „Bildung ist der Schlüssel zu einer guten Zukunft. Hochwertige Bildung kann nur mit guten Lehrern und einer optimalen Ausstattung gelingen. Ersteres hatten wir hier bereits, Zweiteres haben wir noch verbessert“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. Der Landrätin war es vorbehalten, beim offiziellen Abschluss der Arbeiten gemeinsam mit Schüler*innen alle Neuerungen ausgiebig besichtigen zu können. Die investierte Summe von 460.000 Euro umfasst beispielsweise Schallschutzmaßnahmen, um den Unterricht für Schüler und Lehrer angenehmer und damit effektiver zu machen. Zudem wurden zahlreiche Klassenzimmer digitalisiert: „Die Digitalisierung ist jetzt und in Zukunft von großer Bedeutung und wir beschreiten diesen Weg konsequent, indem wir unseren Schulen hier das richtige Equipment zur Verfügung stellen“, sagte Landrätin Frau Zinnecker. Es wurden neue Rechner beschafft, Projektionsflächen angelegt und Tafeln eingebaut. Dazu wurden Beamer, eine moderne Steuerungstechnik, hochwertige Audiotechnik sowie elektrisch höhenverstellbare Pulte installiert. Auch in den Werkräumen wurden viele alte Möbel ausgetauscht, und digital angesteuerte sichere Standbohrmaschinen ermuntern die Schüler des Werkzweiges zum kreativen handwerklichen Experimentieren.

Mit der Einweihung der Schul- und Lehrküche wurde eine spürbare Verbesserung des Unterrichts im Fach Ernährung und Gesundheit erreicht. In dieses neue, auf zwei große Räume aufgeteilte Kochzentrum, hat der Landkreis 130.000 Euro investiert. Das Geld wurde sinnvoll angelegt:

Während sich ein Klassenteil im Speise- und Theorieraum – begleitet von Frau Klemm vom Realschulpartner Landratsamt – sein zuvor behutsam (weil abfallarm) in der Stadt eingekauftes Frühstück schmecken ließ, versammelte sich der andere Teil mit Lehrerin Frau Menhofer vor den Kochstellen, wo moderne Geräte zum Einsatz kamen und die neue, energiesparende und helle Beleuchtung es den Schülern ermöglicht, stets einen wachsamen Blick in die Töpfe zu werfen. Landrätin Frau Zinnecker: „Der Clou an der Küche und ein absolut zukunftsweisendes und integratives Feature ist die behindertengerechte Küchenzeile.“ Diese ist unterfahrbar, elektrisch stufenlos höhenverstellbar und so für viele Menschen problemlos nutzbar – beispielsweise für kleinere Schüler und Menschen mit körperlichen Einschränkungen. So spiegelt sich darin auch der Grundgedanke des Inklusionskonzeptes der Realschule Marktoberdorf wider.

„Wir kommen damit sehr gerne unserer Vorbildfunktion in Sachen Inklusion nach und geben auch für die freie Wirtschaft ein Best-Practice-Beispiel, wie Mitarbeiter mit körperlichen Einschränkungen gut in den Arbeitsalltag eingebunden werden können“, sagte Zinnecker. Der Landkreis fördere mit seinem Aktionsplan Inklusion aktiv die Teilhabe von Menschen mit Behinderung – dazu gehöre „natürlich auch die Bildung“.

Begeistert stellte Zinnecker die Leistungsfähigkeit der Küche gleich selbst auf die Probe und half den jungen Köchinnen und Köchen beim Zubereiten einer Kürbissuppe und Backen von Muffins nach Rezepten, die zunächst am neuen computergestützten Medienpult erstellt wurden. Schulleiter Werner Epp meinte dazu, dass sich hier digitale und analoge Lernumgebungen auf vorzügliche Weise ergänzen und unterstützen.

Schlussendlich bedankte sich Realschuldirektor Herr Epp ausdrücklich bei den Mitarbeitern des Landratsamtes, dabei insbesondere der IuK-Abteilung und des Kommunalen Bauamts, für die hervorragende Kooperation mit der Verwaltung der Realschule. Die Schulfamilie dürfe sich außerdem auf den Einbau weiterer Schallschutzdecken mit zeitgemäßer energiesparender LED-Ausleuchtung der Klassenzimmer bis zunächst Weihnachten und auf eine forcierte digitale Medienausstattung der Klassenzimmer im nächsten Jahr freuen.