Verschieden – aber nicht völlig anders

Am Mittwoch, 11.03.2020, waren alle 7. Klassen unserer Schule in unsere ortansässige Moschee eingeladen. Bei einem sehr anschaulichen Vortrag wurden den Schülerinnen und Schülern die Bestandteile der Moschee erläutert und die 5 Säulen des Islam erklärt.

Das soziale Engagement der Muslime fanden die Jugendlichen besonders beeindruckend. So wurde dargelegt, dass jeder Muslim ein Mal in seinem Leben eine Wallfahrt nach Mekka machen sollte. Kann er dies aus gesundheitlichen Gründen nicht, so soll er einem anderen, der gesundheitlich, aber nicht finanziell in der Lage dazu ist, helfen.

Zudem durfte die Gruppe bei einem Gebet dabei sein. An dieser Stelle wurde den Schülerinnen und Schülern die ganz andere Gebetshaltung bewusst, denn der Muslim bringt seine Hingabe vor Gott auch mit Gesten zum Ausdruck, zum Teil auch kniend und indem er mit Stirn und Nase den Boden berührt. In diesem Moment konnten alle nachvollziehen, weshalb eine Moschee nicht mit Schuhen betreten werden darf.

Hellhörig wurden die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer auch, als klar wurde, dass der Islam auch Propheten, die wir im Christentum kennen, als solche anerkennt. Maria ist die wichtigste Frau im Islam und auch Jesus hat eine große Bedeutung, allerdings als Prophet, und nicht als Sohn Gottes.

Zum Schluss ging es noch auf die Frauenempore. Dort halten sich ausschließlich Frauen auf. Diese Trennung von Männern und Frauen beim Beten dient dazu, dass keiner abgelenkt wird.

Pius Epple aus der Klasse 7c bedankte sich im Namen aller 7. Klassen und überreichte ein kleines Präsent. Mit einem Getränk und einer Süßigkeit wurden die Schülerinnen und Schüler dann herzlich verabschiedet.

Ein derartiger Unterrichtsgang fördert das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen der verschiedenen Religionen und stellt eine wertvolle Begegnung dar.

Anja Ulrich