Wir für uns: Bei dir blüh´ ich auf!

Unter diesem Motto stand zu Beginn des Schuljahres die erste gemeinsame Aktion der SMV, des Schulentwicklungsteams „Pausenhofgestaltung“ und der AG Kunst/Schulhausgestaltung. Und es war wahrlich eine Riesen-Aktion!

Aber der Reihe nach!

In der fünften Schulwoche hatten alle Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, in der großen Pausenhalle für 50 Cent eine Tulpenzwiebel zu kaufen. Keine echte – sondern eine hübsch gestaltete aus Karton. Auf diese konnte man dann den Namen der Person schreiben, welche für einen die Schule zu einem schönen, zu einem lebens- und liebenswerten Ort macht, den Namen eines Menschen, bei dem man „aufblüht“!

Gesammelt an einer Stellwand ergab sich so ein ganzer Hort an lieben  „Zwiebel-Menschen“ oder „Menschen-Zwiebeln“. Und jetzt?

Jetzt brauchte es schweres Gerät und kompetenten Sachverstand in Form von einem Mini-Bagger, einem Lastwagen, einem netten Bauhof-Mitarbeiter und unserem Hausmeister Herrn Leiterer. Gemeinsam legten sie bei frostigen Temperaturen am Montag, den 11.11.19, im Pausenhof West eine organisch geformte Pflanzfläche entlang der Haselhecke frei. Die schwere, verdichtete Grasnarbe wurde abgenommen und abtransportiert.

In der Woche darauf schlug dann die Stunde der Schaufler und Pflanzer. Über eine Stunde lang verteilten die Mädels der AG Schulhausgestaltung und die Redaktionsmitglieder der Schülerzeitung „Apropos“ mit Schaufeln, Eimern und bloßen Händen einen Kubikmeter Sand-Humus-Gemisch auf der neuen Pflanzfläche. Die Erde bedeckte aller Karton-Tulpenzwiebel, die zuvor auf dem Boden ausgebreitet und nicht vom Winde verweht wurden. Sie sind die Grundlage und der „Dünger“ für die vielen, vielen echten Tulpenzwiebeln, die jetzt von Schülerinnen und Lehrerinnen schweißtreibend und fachgerecht in die mit Sommerblumenwiesensamen vermischte Erde gesetzt wurden.

Erde drüber – Arbeit fertig!?! Leider nein. Die Humusmenge war noch nicht ausreichend, um das komplette Pflanzloch zu füllen und einzuebnen. Also hat sich Herr Leiterer zum zweiten Mal mit Anhänger und Schaufel zum Bauhof aufgemacht, weitere Erde besorgt und diese dann alleine (!) noch abgeladen und verteilt. Uff.

Eine aufwendige Aktion, die ohne den Einsatz und die Mühen vieler Menschen und ohne die Unterstützung unseres Direktors Herrn Epp nicht möglich gewesen wäre.

Jetzt ruhen die Zwiebeln dunkel und warm zugedeckt erst einmal im Erdreich und harren des Frühling, wo sie uns dann hoffentlich alle mit ihrer Blütenpracht erfreuen und aufblühen lassen.

Sabine K. Niebler